Die ifm Ravensburg Razorbacks setzen auf Teamgeist, verstärken sich zielgerichtet und peilen den GFL-Bowl an.
Um den Jahreswechsel herum waren die Verantwortlichen bei den Razorbacks, dem Südmeister der vergangenen GFL-Saison, sehr fleißig. Erst im März kommt das Team zu den ersten Trainingseinheiten in Ravensburg zusammen, doch bereits jetzt scheint die Kaderplanung der American Footballer so gut wie abgeschlossen zu sein. Der Erfolg der vergangenen Saison macht es vergleichsweise einfach.
Der Teamgedanke steht im Vordergrund
Mit der Verpflichtung des dritten Enneking-Bruders William (Tight End) ist den Oberschwaben in jüngster Vergangenheit ein Coup gelungen. Auch die Schlüsselspieler der vergangenen Saison, Ben Rashid (Offensive Line) und Lennies McFerren (Running Back), ließen sich nicht lange bitten und verlängerten ihre Verträge schon relativ frühzeitig. Ebenso Tim Müller (Wide Receiver), Alex Mashak (Linebacker), die Offensive Linemen Luca Nicklas und Lorenzo Granato sowie die Defensive Liner Finn Herter und Lucas Walk. Headcoach John Gilligan setzt erneut auf Charaktere, die gut miteinander harmonieren und den Teamgedanken der Razorbacks verinnerlicht haben. „Ich sehe in der Konstanz unseres Kaders eine große Stärke für die kommende Saison“, sagt auch der Sportliche Leiter Oliver Billstein. „Wir sind im letzten Jahr über die Saison immer stärker geworden und können nun an dieses hohe Level anknüpfen.“
Im Dezember und Januar gab es beim Erstligisten weitere gute Nachrichten zu verkünden: Auch Quarterback Broghean McGovern und Wide Receiver Anthony Harris Jr. kehren zu den Oberschwaben zurück. Harris, der zurzeit in den USA trainiert, zeigte sich im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ begeistert vom Aufgebot für 2026: „Wir haben hier nicht nur ein Team aufgebaut, sondern eine wahre Bruderschaft. Deshalb kehren all unsere Importe zurück. Wie oft sieht man, dass ein GFL-Team zwei Jahre hintereinander die gleichen Spieler verpflichtet? Das passiert eigentlich nie. Jeder einzelne von uns versteht seine Aufgabe. Wir alle wissen, was wir anstreben, und wir alle wissen, was wir zu tun haben.“ Von der Verpflichtung von William Enneking hält er eine ganze Menge: „Er wird unsere Offensive noch unberechenbarer machen und uns mit seinem Blocking auch im Laufspiel sehr helfen.“
Auch Monday Okohue (Defensive Line), Samuel Mindham (Defensive Back), Nils Wulf (Defensive Back), Noah Choate (Defensive Back) und Gabriele Battistella (Defensive Back) werden Razorbacks bleiben. Die Rückraumverteidigung der Oberschwaben holte 2025 die meisten Interceptions (abgefangene Pässe) der Liga – auch sie bleibt zusammen.
Ebenfalls ihre Verträge verlängert haben Marc Bächstädt (Offensive Line), Moritz Bredel (Tight End) und Paul Dresser (Defensive Line), während Manuel Rieger (Running Back) und Lars Anders (Wide Receiver) ihre Karrieren beendeten. Die vakante Position des zweiten Running Backs hinter Lennies McFerren wird nach Riegers Abgang, wie Oliver Billstein erzählt, „aus dem Development-Team besetzt werden“. Auch das gehört zur Philosophie der Oberschwaben, eigene Talente aus der zweiten Mannschaft zu entwickeln. Das Team verlassen hat lediglich der Däne Laurits Vinther (Offensive Line), der aber auf Instagram warme Worte für seinen ehemaligen Arbeitgeber fand: „Danke, Razorbacks-Familie. Ravensburg wird für mich immer eine zweite Heimat bleiben.“
Welche Ziele die American Footballer aus der Vier Länder Region Bodensee haben, lest ihr hier: Razorbacks Ravensburg: Kaderplanung fast abgeschlossen
