Mit einer eindrucksvollen Vorstellung haben die ifm Razorbacks Ravensburg ihren nächsten Heimsieg in der effect® Energy GFL eingefahren. Vor 1.548 Zuschauern im TeleData-Stadion am Lindenhof bezwangen die Oberschwaben die Straubing Spiders mit 66:8 und feierten damit den höchsten Saisonsieg. Beim ifm Family Gameday powered by ifm electronic, der ganz unter dem Motto „Football für alle“ stand und mit zahlreichen Aktionen für die ganze Familie sowie einem Ausbildungsstand des Gameday-Sponsors aufwartete, bekamen die Fans trotz kurzzeitig regnerischer Bedingungen Football auf höchstem Niveau geboten. Für beide Mannschaften war es das erste und zugleich einzige Aufeinandertreffen der Saison.
Die Ravensburger durften zudem einen wichtigen Rückkehrer begrüßen: Nach langer Verletzungspause stand Aidan Enneking erstmals in dieser Saison wieder auf dem Feld.
Der Beginn der Partie verlief allerdings nicht nach Wunsch. Die Razorbacks mussten sich nach einem schnellen Three and Out direkt wieder vom Ball trennen. Die Gäste aus Straubing fanden zunächst besser ins Spiel und arbeiteten sich mit einer gelungenen Mischung aus Lauf- und Passspiel über das Feld. Erst ein Sack von Samuel Mindham stoppte den Drive der Spiders und zwang sie zum Punt.
Mit zunehmender Spielzeit fand auch die Offense der Wildschweine ihren Rhythmus. Quarterback Broghean McGovern bediente Adrian Terwart mit einem starken Pass und brachte sein Team in aussichtsreiche Feldposition. Runningback Lennies McFerren setzte anschließend mehrere starke Läufe und vollendete den Drive schließlich selbst zum ersten Touchdown des Nachmittags. Tim Müller verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0.
Zu Beginn des zweiten Viertels vergaben die Gäste zunächst ein Field Goal. Die Razorbacks antworteten prompt. McGovern fand erneut Adrian Terwart, der den Ball trotz strömenden Regens sicher festhielt. Wenig später erhöhte Tim Müller per Field Goal auf 10:0.
Auch defensiv setzten die Oberschwaben immer wieder Akzente. Nils Wulf zeigte seine ganze Aufmerksamkeit, fing einen Pass der Spiders ab und brachte seine Offense sofort wieder aufs Feld. Diese Chance ließ sich Ravensburg nicht entgehen. McGovern fand den völlig freistehenden Tim Müller, der den Ball zum Touchdown in die Endzone trug. Der Extrapunkt misslang zwar, dennoch stand es 16:0.
Die Defense blieb weiter dominant. Luca Kauderer und Gerson Barros Lima sorgten jeweils mit Sacks für erheblichen Druck auf den Straubinger Quarterback. Nach einem starken Return von Alex Mashak übernahm die Offense erneut in aussichtsreicher Feldposition. Anthony Harris Jr. fing zunächst den Touchdown-Pass von McGovern und sicherte anschließend auch die erfolgreiche Two-Point-Conversion zum 24:0.
Doch die Spiders bewiesen Moral und gaben sich noch vor der Halbzeit nicht geschlagen. Mit einem tiefen Pass erzielten sie ihren ersten Touchdown und verkürzten inklusive erfolgreicher Two-Point-Conversion auf 24:8.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste erneut engagiert aus der Kabine und arbeiteten sich konsequent nach vorne. Doch erneut schlug die Ravensburger Defense zu. Ben Rashid sorgte mit einem Sack inklusive erzwungenem Fumble für den Ballverlust, den Samuel Mindham sichern konnte. Zwar blieb diese Gelegenheit zunächst ungenutzt, doch wenig später fing Nils Wulf bereits seine zweite Interception des Tages und trug den Ball bis kurz vor die Endzone. Lennies McFerren vollendete den folgenden Drive zum nächsten Touchdown. Die Two-Point-Conversion blieb diesmal ohne Erfolg, sodass die Razorbacks mit 30:8 in Führung gingen.
Anschließend verlor die Begegnung kurzzeitig etwas an Spielfluss. Mehrere Strafen auf beiden Seiten sorgten für zahlreiche Unterbrechungen. Dennoch blieb das Ziel der Ravensburger klar. Mit Blick auf einen möglicherweise entscheidenden direkten Vergleich im Saisonendspurt wollten die Oberschwaben weiter konsequent punkten.
Das Schlussviertel entwickelte sich schließlich zu einer eindrucksvollen Demonstration der Offensivstärke. Adrian Terwart erhöhte nach einem weiteren Pass von McGovern, Anthony Harris Jr. fing die Two-Point-Conversion. Kurz darauf tankte sich William Enneking nach einem starken Catch durch mehrere Tackles bis in die Endzone. Wenig später folgte der nächste Touchdown durch Tim Müller nach einem tiefen Pass von McGovern. Gleichzeitig ließ die Defense den Gästen im gesamten vierten Viertel kein einziges First Down mehr zu.
Direkt nach der Two-Minute-Warning fing Alex Mashak den nächsten Pass der Straubinger ab und brachte die Offense erneut in Ballbesitz. Bereits der erste Spielzug endete mit einem Touchdown-Pass von Broghean McGovern auf William Enneking. Die erfolgreiche Two-Point-Conversion durch Lennies McFerren erhöhte den Vorsprung weiter.
Den Schlusspunkt setzte die Offense drei Sekunden vor Spielende. McGovern fand Anthony Harris Jr., der über weite Strecken der Partie permanent von mindestens zwei Verteidigern gedeckt wurde, zum letzten Touchdown des Tages. McFerren verwandelte auch die abschließende Two-Point-Conversion und stellte damit den verdienten 66:8-Endstand her.
Die Zahlen unterstrichen die Dominanz der Ravensburger eindrucksvoll. Mit einer Third-Down-Efficiency von 70 Prozent kontrollierten die Oberschwaben die Partie nahezu nach Belieben. Die Defense verbuchte drei Sacks und drei Interceptions. In der Offense knackten gleich drei Passempfänger die Marke von 100 Receiving Yards: William Enneking, Adrian Terwart und Tim Müller.
Für die ifm Razorbacks folgt nun am Rutenwochenende eine spielfreie Woche. Anschließend wartet mit dem Auswärtsspiel bei den Allgäu Comets in Kempten die nächste Aufgabe in der effect® Energy GFL.
