Die ifm Razorbacks Ravensburg haben ihre starke Form in der effect® Energy GFL eindrucksvoll bestätigt. Beim Auswärtsspiel in Kempten ließen die Oberschwaben den Allgäu Comets keine Chance und feierten einen auch in der Höhe verdienten 57:6-Erfolg. Mit dem zweiten deutlichen Sieg in Folge sammelten die Wildschweine nicht nur einen weiteren wichtigen Sieg, sondern verbesserten auch ihr Punkteverhältnis im spannenden Rennen um Tabellenplatz zwei.

Die Gastgeber eröffneten die Partie mit dem ersten Angriffsrecht und sorgten zunächst für einen Schreckmoment. Bereits der zweite Spielzug brachte die Comets mit einem tiefen Pass weit in die Ravensburger Hälfte. Doch die Defense der ifm Razorbacks reagierte umgehend, stabilisierte sich und stoppte den Angriff. Auch der anschließende Field-Goal-Versuch der Allgäuer blieb ohne Erfolg, da die Ravensburger den Kick blockten.

Im ersten eigenen Drive zeigte die Offensive sofort ihre Qualitäten. Quarterback Broghean McGovern setzte Anthony Harris Jr. mehrfach erfolgreich in Szene und führte sein Team tief in die gegnerische Hälfte. Ein starker Catch von William Enneking brachte die Wildschweine bis an die Ein-Yard-Linie, ehe Lennies McFerren den Ball zum ersten Touchdown des Tages in die Endzone trug. Aniel Buße verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0.

Die Ravensburger Verteidigung ließ den Gastgebern weiterhin kaum Raum zur Entfaltung und brachte den Ball schnell wieder zurück zur eigenen Offense. Nach einem Punt der Comets dauerte es nur einen Spielzug, bis erneut gejubelt werden durfte. McGovern fand William Enneking mit einem tiefen Pass, der bis in die Endzone zum 14:0 durchlief. Auch diesmal war Buße mit dem Extrapunkt erfolgreich.

Angeführt von einer hervorragend arbeitenden Offensive Line bekam McGovern viel Zeit für seine Pässe. Gleich zweimal fand er Tim Müller in der Endzone. Nach einem erfolgreichen Extrapunkt und einer misslungenen Two-Point-Conversion bauten die ifm Razorbacks ihre Führung auf 27:0 aus.

Nachdem der Angriff der Comets erneut gestoppt worden war, sorgte Lennies McFerren mit einem 20-Yard-Lauf für den nächsten Touchdown. Die Two-Point-Conversion blieb zwar erfolglos, dennoch gingen die Ravensburger mit einer komfortablen 33:0-Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause knüpften die Wildschweine nahtlos an ihre Leistung an. Ein langer Lauf von Aidan Enneking bereitete den nächsten Angriff vor, ehe Broghean McGovern Anthony Harris Jr. mit einem präzisen Pass in der Endzone fand. Die erfolgreiche Two-Point-Conversion auf Tim Müller stellte den Spielstand auf 41:0.

Die Allgäu Comets gaben sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. Ein ausgespielter vierter Versuch hielt den Drive am Leben, bevor Gabriel Quigley mit einem sehenswerten Catch Pass die ersten Punkte für die Gastgeber erzielte. Die anschließende Two-Point-Conversion misslang jedoch, sodass es beim 41:6 blieb.

In der Folge setzten die ifm Razorbacks verstärkt auf das Laufspiel und gaben Runningback Tye Germain weitere Einsatzzeit. Dieser Drive blieb ohne Punkte, ehe auch ein weiterer ausgespielter vierter Versuch der Comets von der Ravensburger Defense gestoppt wurde.

Anschließend kehrte die Offense wieder zu ihrem erfolgreichen Passspiel zurück. McGovern fand erneut Anthony Harris Jr. in der Endzone, bevor Lennies McFerren die erfolgreiche Two-Point-Conversion zum 49:6 nachlegte.

Auch im Schlussviertel blieb Ravensburg konzentriert. Mit kurzen, kontrollierten Spielzügen arbeiteten sich die Wildschweine über das Feld, ehe McGovern mit einem tiefen Pass Lukas Rieger bediente, der den Ball zum nächsten Touchdown in die Endzone trug. McFerren erhöhte erneut per Two-Point-Conversion auf 57:6.

Kurz darauf sorgte Alex Mashak mit einem starken Punt-Return bis an die 35-Yard-Linie der Comets noch einmal für eine hervorragende Ausgangsposition. Die Ravensburger setzten anschließend konsequent auf das Laufspiel über Lennies McFerren, doch diesmal hielt die Defensive der Gastgeber stand und stoppte den Drive an der eigenen Sechs-Yard-Linie. Weitere Punkte sollten auf beiden Seiten nicht mehr fallen.

Die ifm Razorbacks kontrollierten die Begegnung von Beginn an. Während die Offensive immer wieder Lösungen gegen die Defensive der Comets fand, ließ die Ravensburger Verteidigung den Gastgebern über weite Strecken keine Möglichkeit, ins Spiel zu kommen.

An dieser Stelle lohnt ein Blick auf ein weiteres Ergebnis des Spieltags. Im Duell um Platz zwei setzte sich Pforzheim mit 14:7 gegen München durch und verteidigte damit Rang zwei. Da die Wilddogs und die ifm Razorbacks den direkten Vergleich ausgeglichen gestaltet haben, könnte am Saisonende das Punkteverhältnis entscheidend werden. Durch die beiden deutlichen Siege der vergangenen Wochen haben sich die Oberschwaben hier eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet und liegen trotz eines absolvierten Spiels weniger aktuell knapp vor Pforzheim. Nach dem spielfreien Wochenende wartet anschließend das wichtige Auswärtsspiel in München.

Razorbacks feiern mit über 100 mitgereisten Fans und eigener Flag Jugend den Sieg
Credits: Niklas Ueckert

Scores RR vs. AC

(14:0; 19:0; 16:6; 8:0)

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