Die reguläre Saison ist Geschichte, jetzt beginnt die Zeit der Entscheidung. Am Samstag reisen die ifm Razorbacks Ravensburg zum Viertelfinale der effect® Energy GFL nach Potsdam. Dort wartet mit den Potsdam Royals eine der aktuell stärksten Mannschaften Deutschlands und damit ein Gegner, der in dieser Saison bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, warum er zum engsten Favoritenkreis auf den GFL Bowl gehört.

Für die Oberschwaben ist das Erreichen der Playoffs der verdiente Lohn eines langen und intensiven Kampfes um die Spitzenplätze in der GFL Süd. Bis zum letzten Spieltag lieferten sich die ifm Razorbacks ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Pforzheim Wilddogs um Rang zwei und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale. Am Ende mussten sich die Ravensburger denkbar knapp geschlagen geben und treten nun die Reise zum Zweiten der GFL Nord an.

Die Royals gehen mit einer beeindruckenden Bilanz in die K.-o.-Runde. Besonders ihre Defensive sorgt derzeit ligaweit für Schlagzeilen. Seit fünf Spielen hat Potsdam keinen einzigen Punkt mehr zugelassen. Ein neuer Rekord in der effect® Energy GFL. Insgesamt kassierten die Brandenburger in der gesamten regulären Saison lediglich 79 Punkte, was einem Durchschnitt von nur 6,5 Zählern pro Partie entspricht. Eine Statistik, die die enorme Qualität der Potsdamer Defense eindrucksvoll unterstreicht.

Beide Teams kennen sich bereits aus der laufenden Saison. Anfang Juni waren die Royals im TeleData-Stadion zu Gast und setzten sich mit 34:7 durch. Dennoch dürfte dieses Ergebnis für die Playoffs nur bedingt Aussagekraft besitzen. In einem Endspiel um den Einzug ins Halbfinale beginnen beide Mannschaften bei null – Fehler werden gnadenlos bestraft und jeder Spielzug kann über das Weiterkommen entscheiden.

Die Aufgabe der Ravensburger ist dabei klar umrissen. Einerseits gilt es, eine Defense zu überwinden, die zuletzt praktisch unbezwingbar schien. Andererseits muss die eigene Verteidigung die explosiven Playmaker der Royals in den Griff bekommen. Im Mittelpunkt der Vorbereitung dürfte vor allem Wide Receiver Maximilian McLeod stehen. Mit 116 erzielten Punkten führt er die Scorerliste der gesamten Liga an und zählt zu den gefährlichsten Offensivspielern der Saison. Gelingt es den Razorbacks, ihn zu kontrollieren, wäre das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Überraschung.

Dennoch reisen die Oberschwaben keineswegs chancenlos nach Brandenburg. Die ifm Razorbacks haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie mit den besten Mannschaften mithalten können. Eine explosive Offense, die jederzeit große Raumgewinne erzielen kann, sowie eine aggressive Defense geben dem Team die Möglichkeit, auch einen Favoriten unter Druck zu setzen.

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