Die ifm Razorbacks Ravensburg haben die richtige Antwort auf die Niederlage im Hinspiel gegeben. Beim Saturday Night Game powered by Kieswerk Wagenhart feierten die Oberschwaben vor 1.203 Zuschauern im Razordome einen verdienten 28:10-Erfolg gegen die Pforzheim Wilddogs und meldeten sich im Rennen um die Spitzenplätze der effect® Energy GFL eindrucksvoll zurück.

Vor dem Spiel sang Yvonne Menzel auf Grund des Unabhängigkeitstages in den USA die Nationalhymnen der USA und Deutschland und stimmte alle Fans wunderbar auf die anstehende Begegnung ein.

Bereits im Vorfeld hatte die Schwäbische Zeitung zurecht geschrieben, die Razorbacks seien auf der Suche nach ihrem Rhythmus. Gegen die Wilddogs bewiesen die Wildschweine eindrucksvoll, dass sie ihn gefunden haben. Passend dazu sorgte der Ligasponsor effect® Energy im Rahmen des effect® ENERGY Gamedays bereits vor dem Kickoff und auch während der Partie mit zahlreichen Aktionen auf dem Stadiongelände für zusätzliche Unterhaltung und eine besondere Atmosphäre.

Schon der erste Kickoff-Return von Alex Mashak bis an die Mittellinie zeigte, dass die Ravensburger Offense an diesem Abend von Beginn an hellwach war. Angeführt von Quarterback Broghean McGovern marschierte der Angriff bis an die 2-Yard-Linie der Gäste. Zwar blieben die ersten Punkte noch aus, doch eines war früh klar: Die Offensive war diesmal von Beginn an bereit.

Auch die Defense knüpfte nahtlos an ihre starken Leistungen der vergangenen Wochen an. Ben Rashid brachte Pforzheims Quarterback Drequan Harris früh zu Boden und zwang die Gäste zum Punt. Die Offense nutzte die gute Feldposition sofort. Gleich der erste Spielzug endete mit einem langen Pass von McGovern auf Aniel Buße, der mehrere Verteidiger aussteigen ließ und zum ersten Touchdown des Abends in die Endzone lief. Nach dem Extrapunkt von Tim Müller führten die Razorbacks mit 7:0.

Die Defensive setzte ihren starken Auftritt fort und ließ Drequan Harris kaum zur Entfaltung kommen. Immer wieder setzten die Wildschweine den beweglichen Quarterback unter Druck. Samuel Mindham steuerte ebenfalls einen Sack bei und machte deutlich, dass die Gastgeber die Kontrolle übernehmen wollten.

Wie entschlossen die Razorbacks an diesem Abend auftraten, zeigte sich wenig später bei einem ausgespielten Punt-Fake. Statt den Ball wegzukicken, fand McGovern mit einem Pass einen freien Receiver und sicherte seinem Team ein neues First Down. Punkte brachte der mutige Drive zwar nicht, das Signal war jedoch eindeutig.

Stattdessen gelang den Gästen der zwischenzeitliche Ausgleich. Ein Pass auf Raymond Fragosa sowie der erfolgreiche Extrapunkt sorgten für das 7:7. Die Antwort der Ravensburger ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Spielzüge später fanden Pässe von McGovern zunächst Aniel Buße und anschließend Tim Müller in der Endzone. Mit dem erfolgreichen PAT stand es 14:7 für die Hausherren.

Noch vor der Halbzeit wollten die Wilddogs den Ausgleich erzwingen und spielten einen vierten Versuch aus. Doch erneut war Ben Rashid zur Stelle und verbuchte seinen nächsten Quarterback-Sack, womit die Führung der Razorbacks Bestand hatte.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen zunächst nicht, ihren Ballbesitz in Punkte umzumünzen. Stattdessen erhöhte Aniel Buße mit einem Field Goal auf 17:7. In einer umkämpften Phase wechselte das Angriffsrecht mehrfach, ehe Buße mit einem weiteren erfolgreichen Field Goal die Führung auf 20:7 ausbaute.

Im Schlussviertel zeigte Drequan Harris zwar mehrfach seine Athletik und entwischte einigen Tackles, doch die Ravensburger Defense blieb aufmerksam. Bei einem Laufversuch schlugen die Gastgeber dem Quarterback schließlich den Ball aus den Händen, den Henri Moudilou sichern konnte.

Den Razorbacks war bewusst, dass nicht nur der Sieg zählte. Nach der 18-Punkte-Niederlage im Hinspiel ging es auch um den direkten Vergleich. Dafür hätte ein Erfolg mit mehr als 18 Punkten Unterschied hergemusst. Ein erfolgreicher Pass von McGovern auf Tim Müller bei einem vierten Versuch hielt den entscheidenden Drive am Leben. Wenig später fing Anthony Harris Jr. sowohl den Touchdownpass als auch die anschließende Two-Point-Conversion und erhöhte auf 28:7.

Auch in der Schlussphase ließ die Defensive nicht nach. Ben Rashid kam insgesamt auf vier Quarterback-Sacks, Samuel Mindham auf zwei weitere. Dennoch gelang den Wilddogs mit auslaufender Spieluhr noch ein Field Goal zum 28:10-Endstand.

Da die Razorbacks das Hinspiel mit 18 Punkten Differenz verloren und das Rückspiel mit genau 18 Punkten Unterschied gewannen, entscheidet im direkten Vergleich nun die Gesamtdifferenz der erzielten und kassierten Punkte. Hier liegt Pforzheim vorne – ein Detail, das im Saisonendspurt noch Bedeutung bekommen könnte.

Unterm Strich bleibt jedoch ein rundum gelungener Football-Abend im Razordome. Die ifm Razorbacks haben ihren Rhythmus gefunden, das Spiel über weite Strecken kontrolliert und ihren Fans einen überzeugenden Heimsieg geschenkt. Die Stimmung auf den Rängen sprach Bände, als die Zuschauer ihr Team immer wieder lautstark nach vorne trugen. Durch den Erfolg am effect® ENERGY Gameday bleiben die Oberschwaben im Rennen um die oberen Tabellenplätze. Nach einem spielfreien Wochenende wartet am 19. Juli mit den Straubing Spiders bereits das nächste Spiel im heimischen Razordome.

Scores RR vs. PW

(7:0; 7:7; 6:0; 8:3)

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